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Panama Info
Nr. 68 Mai
2000
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Solidarität
mit den Entwicklungsländern kann heißen:
- SICH GRÜNDLICH
ZU INFORMIEREN über die Probleme der Entwicklungsländer,
- VORURTEILE bezüglich
der Entwicklungspolitik bei sich selbst und anderen abzubauen,
sich für eine ENTSCHULDUNG der Entwicklungsländer öffentlich
einzusetzen,
- sich an Aktionen
von amnesty international zu beteiligen,
- zu protestieren
bei seinem Bundestagsabgeordneten gegen eine REDUZIERUNG DES ETATS DES
BUNDESMINISTERIUMS FÜR WIRTSCHAFTLICHE ZUSAMMENARBEIT,
- an der LOKALEN
AGENDA 21 (soziale Gerechtigkeit im Einklang mit Ökonomie und Ökologie)
mitzuarbeiten,
- Produkte aus dem
FAIREN HANDEL zu kaufen,
- SEINEN LEBENSSTIL
ZU ÜBERPRÜFEN im Hinblick auf die materielle Not in den Entwicklungsländern,
- seine FREIGEBIGKEIT
ZU TRAINIEREN,
- HILFSPROJEKTE in
den Entwicklungsländern ZU UNTERSTÜTZEN
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| Als
wir im letzten Frühjahr mit einer größeren Gruppe aus Herdecke,
Emsdetten und Havixbeck in Panama waren, sang am Abschiedsabend der Sänger
Jorge Batista eine "décima", eine traditionelle Liedform
aus 10 Strophen bestehend, wobei der Sänger Text und Musik improvisiert.
In dem Lied hieß es u. a.: |
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Es gibt viel
Armut. Sie zeigt sich dem, der ein bisschen Zeit hat und den Moment
nutzt, von Herzen zu helfen.
Denn Einigkeit stärkt, gibt Kraft bei jeder Gelegenheit. Es gibt
viele Bedürftige in unserem Land. Wir müssen fröhlich
rufen:
Es lebe die Zusammenarbeit!
Unsere deutschen
Freunde sind mit den Leuten von Cepas zusammen, in meiner Heimat
Santiago, zwischen Versen und Strophen.
Sie geben uns die Hände, obwohl sie nicht von hier sind. Deshalb
lieben wir sie.
Es lebe die Zusammenarbeit!
Zum Schluss
bitte ich Sie, dass Sie uns mit der gleichen Begeisterung wieder
besuchen und uns helfen, die Armut zu bekämpfen. Es lebe die
Zusammenarbeit!
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Im
April war ich wieder drei Wochen in Panama. Unser Verein hat in den letzten
Monaten in Zusammenarbeit mit unserem Partner CEPAS eine ganze Reihe von
Projekten finanziert. Außerdem läuft seit dem 1. Januar unser
Projekt, das wir mit großzügiger Unterstützung des Bundes-Ministeriums
für wirtschaftliche Zusammenarbeit durchführen (Trinkwasserleitungen
für fünf Dörfer und zwei Brücken). Da lag es nahe, sich
nach dem Fortgang der Arbeiten zu erkundigen.
Ich kann hier berichten, dass die Arbeiten bei allen Projekten gut vorankommen.
Der Bau der Trinkwasserleitungen und der beiden Brücken in der Kordillere,
nicht weit vom Atlantik entfernt, aber außerordentlich schwer zugänglich,
ist mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden, da es keine Straßen
gibt, auf denen die Baumaterialien transportiert werden könnten. Deshalb
mussten teilweise |
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Traktoren und Raupenfahrzeuge für den Transport eingesetzt werden.
Auf unserer Reise nach Panama im letzten Jahr gehörte auch ein
Theodolit zu unserem Reisegepäck, den uns freundlicherweise das
Staatliche Vermessungs- amt von Hessen überlassen hatte.
Die Bauern wohnen zum großen Teil auf Grundstücken und
bewirtschaften Felder, die noch nicht auf ihre Namen eingetragen sind.
Um ihren Rechtsanspruch zu sichern, müssen die Grundstücke
und das Land katastermäßig erfasst werden. Unser Partner
Cepas stellt bei dieser Arbeit seine Fachleute zur Verfügung.
Bis zum letzten Jahr verfügte Cepas allerdings über keinen
Theodoliten.
Wir möchten in der Zukunft dazu beitragen, dass die campesinos
keine Angst mehr haben müssen, eines Tages Haus und Land zu verlieren.
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"Faire"
Ware wird gekennzeichnet
"Flower
Label" hilft beim Einkauf von Blumen
Wer bewusst einkaufen
und bei importierter Ware auch die Produktionsbedingungen in fernen Ländern
nicht aus dem Blick verlieren will, bekommt jetzt auch bei Blumen eine
Orientierungshilfe.
Mit dem "Flower Label" sind Blumen gekennzeichnet, die unter
nachprüfbaren gesundheits- und umweltschonenden Bedingungen angebaut
wurden. Bundesweit bieten zur Zeit 160 Geschäfte die fair gehandelten
Blumen an.
Das Siegel wird an Produzenten in Simbabwe, Ekuador und anderen Entwicklungsländern
vergeben, die sich verpflichtet haben, den Pestizid-Einsatz auf ein Minimum
zu beschränken. Außerdem zahlen die Arbeitgeber Existenz sichernde
Löhne, beschäftigen keine Kinder, bieten Gewerkschaftsfreiheit
und Gesundheitsschutz.
In Deutschland trägt das Label den Namen "Blumen aus umwelt-
und umweltschonender Produktion".
Im Trägerkreis des Siegels wirken unter anderen "Brot für
die Welt" und "Terre des hommes" mit sowie Blumenimporteure,
Gewerkschaften und Floristen. (epd/gms)
Fragen Sie in den Blumengeschäften nach den "fair" gehandelten
Blumen!
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1.2
Milliarden Menschen haben Übergewicht.
1.2 Milliarden Menschen hungern.
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Kurzinformationen
- Unsere traditionelle
Grußkarten-Aktion am Ende letzten Jahres war wieder ein voller
Erfolg. Viele Schüler/innen aus Wetter, Herdecke und Hagen haben für
über 6000.-DM Karten mit großem Einsatz in ihren Familien, in der Nachbarschaft
und auf den Straßen verkauft.
- Folgende Firmen
und Institutionen aus Herdecke und Dortmund haben Karten von uns
gekauft: Kuno Krieger GmbH, Siepmann GmbH, GVS, Stadt Herdecke,
GamBit. Eine Bestellung kam von dem panamesischen Konsul aus Kiel, Hermann
Rothert.
- Zu unserem Sortiment
(vgl. Internet) gehören auch Karten mit einer Passions- und einer Auferstehungsmola,
die gut als Todesanzeigen Verwendung finden können. Davon wurde bereits
Gebrauch gemacht.
- Im
Nikolaus-Markt in Herdecke waren wir mit einem Stand vertreten.
Wir haben Waren aus dem "fairen Handel" sowie Handarbeiten einer Witwen-Kooperative
aus Guatemala verkauft - und wer Interesse hatte, konnte sich bei uns
über unsere Arbeit informieren.
- Zwei Geburtstage
haben unser Spendenkonto bereichert. Die Geburtstagskinder in Ergste
und Herdecke verzichteten auf Geschenke und baten stattdessen um eine
Spende für ein bestimmtes Projekt in Panama. Es wurden uns so 1110.-DM
und 1200.-DM überwiesen. Beispiele, die Schule machen könnten.
- Beim Weihnachtskonzert
der Werner Richard-Carl Dörken Stiftung haben sich die Gäste großzügig
gezeigt und für den ersten Bauabschnitt eines Schülerinnen-Heims in
Buenos Aires in Veraguas über 6000.-DM gespendet, sicher auch
im Sinne des Stifters, der schon zu seinen Lebzeiten ein offenes Herz
für die Jugend in Herdecke bewies. Nun sind es sogar junge Menschen
in Panama, die auf Umwegen von seiner Großzügigkeit profitieren.
- Unser Mitglied
L. Mertmann teilt uns mit, dass wir im vergangenen Jahr Waren aus dem
"fairen" Handel für 6956.-DM verkauft haben (in Kirchengemeinden, auf
Schul-Bazaren, auf dem Nikolausmarkt in Herdecke, in der Apotheke zur
Post in Kirchende).
- In der katholischen
Grundschule in Wetter haben wir im März eine Ausstellung durchgeführt,
auf dem Elternsprechtag Waren aus dem "fairen" Handel verkauft und über
unsere Arbeit informiert.
- Am 23. Juni findet
der "9. Herdecker Panama-Lauf" statt. Die Schirmherrschaft hat der Hagener
OB W. Horn übernommen. Immerhin rechnen wir mit der Teilnahme von drei
Schulen aus Hagen an unserer Aktion, mit deren Hilfe wir ein weiteres
Internat, diesmal bewusst für indigene Mädchen, in Buenos Aires in der
sehr armen Bergregion von Veraguas, in der viele Jugendliche keine Chance
haben, eine weiterführende Schule zu besuchen, da sie stundenweit entfernt
von ihr wohnen und es keine Transportmittel gibt.
- Natürlich hoffen
wir wieder auf eine rege Teilnehme der mit uns kooperierenden Schulen
und großzügige Sponsoren. Der Panamalauf ist für uns mit die wichtigste
Einnahmequelle.
- Am 15. März waren
wir zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) zu einem
Hearing des Auswärtigen Amtes nach Berlin eingeladen, auf dem die NRO
ihre Erfahrungen und Anregungen bei der Erarbeitung der neuen Leitlinien
für die Lateinamerika-Politik der Bundesregierung vorbringen sollten.
Leider konnten wir an dem Hearing nicht teilnehmen, da wir zur gleichen
Zeit an einem Seminar in Bonn teilnehmen mussten, auf dem es um die
Abrechnung der Zuwendungen der Bundesregierung bei Projekten im Ausland
ging.
- Die Leiter verschiedener
unserer Projekte in Panama schicken uns gelegentlich Fotos, die jedoch
so schlecht sind, dass sie sich nicht für Vergrößerungen eignen. Unser
Aufruf in Kirchengemeinden, uns gebrauchte, funktionsfähige Kameras
zur Verfügung zu stellen, war ein Erfolg. Im April konnte ich P. Niscasio
in Buenos Aires, Hno. Dionisio im im Schülerheim Hno. Daniela Lusk und
Casimiro Guerrero vom Schülerheim Aschira zu ihrer großen Freude je
eine Kamera übergeben.
- Die Kath. KG St.
Urban hat uns über ihre monatliche Kollekte "Miteinander teilen"
sowie eine Spende 1050.-DM für den Kauf von drei Nähmaschinen für vier
Dörfer in Veraguas zur Verfügung gestellt.
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Von
verschiedenen Seiten ist der Wunsch an uns herangetragen worden, doch
wieder einmal einen Panama-Kalender herauszubringen. Wir haben erste
konkrete Vorstellungen. Wir möchten sechs panamesische und sechs deutsche
Texte von Kindern und Jugendlichen des jeweils anderen Landes illustrieren
lassen. Zur Zeit suchen wir geeignete, kurze deutsche Texte. Über
Vorschläge würden wir uns freuen.
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Im
März haben wir uns an zwei "urgent actions" von amnesty
international zugunsten politischer Gefangener in Kuba und indigener
Gruppen in Brasilien beteiligt.
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Unser
aktuelles Projekt
Schränke
für das Schülerheim "Hna. Daniela Lusk" in Lola
In dem Heim
leben zur Zeit rund 80 Jungen. Erst kürzlich hat der Leiter
des Heims, Dionisio Silleros, erst wieder 8 zehn- bis zwölfjährige
Jungen aufgenommen, die von ihren Eltern buchstäblich ausgesetzt
wurden, nicht aus mangelnder Fürsorge, sondern aus purer Not.
Die Eltern überlassen die Jungen sich selbst, weil sie meinen,
diese könnten sich selbst helfen und sie könnten sich
dann besser um die Mädchen und jüngeren Kinder kümmern.
Alle Jungen schlafen in einem großen Schlafsaal (Stockbetten).
Ihre wenigen Habseligkeiten müssen sie auf ihren Betten oder
auf dem Fußboden unterbringen.
In dem Heim sollen nun ausreichend Schränke angeschafft werden.
Kosten: 15.000.-DM
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Konten
des "Dritte-Welt-Kreises Panama e.V."
Stadtsparkasse Herdecke: Kto.-Nr.: 215 5455 (BLZ: 450 514 85)
Sparkasse Wetter: Kto.-Nr.: 627 9673 (BLZ: 452 514 80)
"DWK
PANAMA E.V." im Internet: www.panama-kreis.de
v.i.S.i.P.Paul
K. Heer
Weg zum Poethen 51, 58313 Herdecke
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