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Panama
Info
Nr. 77
Juli 2003
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| Bewässerungsprojekt in
EL COBRE |
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Die Lebensverhältnisse im Dorf EL COBRE haben
sich dank unserer Hilfe im Laufe der Jahre stark verändert. Es
fing alles mit dem Bau eines kleinen zweiräumigen Dorfhauses an.
Dann erhielten die Frauen zwei Nähmaschinen, und als wir zwei Jahre
später das Dorf besuchten, sahen wir, dass die Frauen durch den
Verkauf ihrer Näharbeiten drei weitere Nähmaschinen angeschafft
hatten.
Vor 2½ Jahren bekam das Dorf zwei Milchkühe von uns finanziert.
Um den Familien eine zweite Ernte im Jahr zu ermöglichen, gab es
den Plan, die Felder in der Trockenzeit mit dem Wasser des an den Feldern
vorbeifließenden Flusses Cobre künstlich zu bewässern.
Nach genauen Berechnungen kam der Einsatz einer Solarpumpe nicht in
Frage. Die hohe Investition wäre extrem unwirtschaftlich gewesen.
So wurde Ende letzten Jahres eine starke Dieselpumpe installiert, mit
deren Hilfe einige Felder beregnet (Gemüseanbau), die meisten aber
über mit Löchern versehene Schläuche im Boden (Tropfenbewässerung)
mit dem notwendigen Wasser versorgt werden.
Die Frauen und Männer sind täglich auf ihren Feldern und machen
neue Erfahrungen. So mussten die Gemüsefelder in der Nähe
des Flusses in ein höher gelegenes Gebiet verlegt werden, da "morachos"
(kleine schwarze Leguane) die zarten Pflanzen abfraßen.
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Vorbereitung eines Feldes mit Tropfenbewässerung |
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Mayra Pérez von Cepas erzählt von
der Teilnahme der Kinder am Projekt:
"Auch die Kinder sind mit verschiedenen Aktivitäten in das
Projekt integriert. Sie sind zum Beispiel für die Pflege der noch
kleinen Kokosbäume verantwortlich. Die Großen jäten das
Unkraut und die Kleinen schaffen Steine herbei, die sie um die Bäumchen
legen, damit die Pflanzstelle vor Erosion geschützt wird und besser
gedüngt werden kann. Sie haben die Steine angestrichen und ihren
jeweiligen Namen auf einen Stein geschrieben, damit sie am Ende des Jahres
sehen können, welche Palmen am schnellsten gewachsen sind".
In El Cobre sind aus den zwei von uns finanzierten Milchkühen
inzwischen drei geworden. Die beiden ersten Kälber wurden verkauft
und dafür wurde eine tragende "Schweizer" Kuh gekauft.
Um die Milchproduktion zu erhöhen, wurden verschiedene neue Gräser
gesät beziehungsweise gepflanzt (Camerún, Suazo, Alicia, Caña
und Leucaena) und ein Teil der Weiden an das Bewässerungssystem angeschlossen.
Die Kinder sind nicht weniger glücklich als die Erwachsenen über
ihre Kühe. Das Mädchen Noris Martínez: "Ich gehe
gern zu den Kühen, um ihnen Futter und Wasser zu bringen, da wir
sie melken und ich gern die Milch trinke."
Cristina Martínez aus El Cobre hat besonders intensiv an den Projekten
mitgearbeitet. Sie schreibt:
"Die Arbeit ist hart für uns Frauen, da wir die Kinder allein
im Haus lassen müssen, um unseren Männern im Projekt zu helfen.
Wir wollen ihnen und unseren Kindern ein gutes Beispiel geben, damit sie
Freude an der Arbeit auf unseren Feldern haben und wir so unsere Familien
unterhalten können. Wir haben inzwischen ñame, otoe, yuca
(Knollenfrüchte), Bananen, Nassreis, Fruchtbäume gepflanzt und
Stangenbohnen sowie Maiz gesät, nachdem wir ein Feld vom Unkraut
gesäubert haben.
Mit unserer Arbeit auf den Feldern wollen wir zeigen, dass wir nicht nur
unsere Arbeit im Haus tun können."
Nícolás Martínez leitet das Projekt in
El Cobre. Er schreibt uns:
"Allmählich lernen wir, die Ernteerträge zu verbessern,
was unsere Lebensverhältnisse enorm verändert. In unserem "Fluss-Projekt",
wie wir es nennen, arbeiten wir am Erhalt des Bodens, legen Terrassen
an, um der Erosion vorzubeugen und kompostieren die organischen Abfälle.
Wir werden gemeinsam hart arbeiten, damit man morgen sagen kann, dass
El Cobre ein anderes Dorf geworden ist, ein Dorf, in dem es keinen Hunger
mehr gibt.
Ich möchte alle einladen, die zu den an den Rand gedrängten
Menschen gehören, die keinerlei finanzielle Mittel haben, sich zusammenzuschließen,
um für uns selbst und unsere Familien ein besseres Leben zu ermöglichen.
Wenn wir zusammenhalten, können wir viel erreichen. Auf uns allein
gestellt, ist das viel schwieriger."
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| Bau von zwei Grundschulen in
Bilingue und Pajonal |
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Lorenzo Vásquez arbeitet bei unserem Partner
CEPAS als Ingenieur und war der Koordinator für das Schulbauprojekt.
Im April erhielten wir von ihm folgenden Bericht:
"Der frühe Morgen beginnt mit dem Gesang
der Vögel. Leichte Nebelschleier liegen über dem Land. Eine
frische Brise begleitet den Nieselregen. Das hindert die Kinder aber nicht
daran, sich munter schwatzend auf den Weg zu ihrer kleinen Schule zu machen,
die nichts weiter ist als eine Hütte aus Stöcken und Palmwedeln.
Im Laufe der Jahre haben sich überall Löcher in den Wänden
und im Dach gebildet. Zu dieser ärmlichen Schule laufen die Jungen
und Mädchen, um Lesen und Schreiben zu lernen.
Mit einem "checele mine" ("Guten Tag")
begrüßen die Kinder ihren Lehrer und ihre Mitschüler.
Da die Schule nicht über genügend Bänke verfügt, teilen
sich die Kinder die wenigen vorhandenen Bänke. Aber einige sitzen
einfach auf der nackten Erde und benutzen ihre Beine als Pult, auf die
sie ihr Heft legen, um darin die Tageslektion aufzuschreiben. Unter diesen
Umständen beginnt der Unterricht in den Dörfern Pajonal und
Bilingue in der Provinz Bocas del Toro.
Im Frühjahr 2000 wurde anlässlich der feierlichen
Eröffnung der neuen Trinkwasserleitung mit Paul Heer vom Dritte-Welt-Kreis
Panama, Cepas und den Eltern der Kinder der Beschluss zum Bau zweier Schulen
in Bilingue und Pajonal gefasst, nachdem alle diesbezüglichen Anträge
an die Regierung nur mit leeren Versprechungen beantwortet worden waren.
Im August 2002 begannen die Arbeiten mit dem Transport der Materialien
und Werkzeuge. Diese Schulen zu bauen, bedeutete für alle Beteiligten
ein großes Opfer. Um zu den Dörfern zu gelangen, muss man 10
Stunden zu Fuß gehen, über Berge, Bäche, wasserreiche
Flüsse, immer auf der Hut vor wilden Tieren und immer einem ungewissen
Wetter ausgesetzt. Unter diesen Bedingungen bedeutete der Transport, der
sich über Monate hinzog, eine immense körperliche Anstrengung
bis hin zur totalen Erschöpfung. Da sich der Baubeginn so immer weiter
verzögerte, wurde schließlich ein Allradfahrzeug gemietet,
um das restliche Material bis zum Dorf Alto Ortiga zu bringen, von wo
aus es auf dem Rücken, in Säcken und Beuteln bis zu den Baustellen
gebracht wurde.
Gleichzeitig waren die Bewohner der Dörfer aufgerufen,
Steine, Kies und Sand aus dem Fluss, sowie Bauholz herbeizuschaffen. Auch
dies war Schwerstarbeit. Die Flüsse Chelelé und Doguira führten
oft Hochwasser, so dass die Dörfer voneinander abgeschnitten waren.
Schwere Regenfälle, typisch für diese Gegend, behinderten den
Fortgang der Arbeiten wie auch die Überwindung der großen Wegstrecken
von den Orten, wo das Bauholz aus geeigneten Bäumen geschnitten wurde,
zu den Bauplätzen. Aber die gemeinsame Freude über den Bau der
Schulen machte alle Schwierigkeiten vergessen.
Als das gesamte Baumaterial an Ort und Stelle war,
wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet. Die eine half beim Bau, die
andere stellte das Material her und bearbeitete es, eine dritte war für
die Zubereitung der Mahlzeiten zuständig. Die enge Zusammenarbeit
im Hinblick auf ein gemeinsames Ziel und die Arbeit selbst waren für
die bugle eine ganz neue Erfahrung. Sie lernten für sie völlig
neue Werkzeuge kennen beziehungsweise, wie man sie verwendet. Sie hatten
mit einem Material zu tun, das sie zwar kannten, aber nie benutzt hatten.
Wo sie früher nur mit Schätzwerten gearbeitet hatten, mussten
sie jetzt mit genauen Maßen arbeiten.
Nach sechsmonatiger schwerer Arbeit existieren jetzt
in den Bergen zwei Schulen, die diesen Namen verdienen, die den Mädchen
und Jungen in Bilingue und Pajonal die Möglichkeit geben, in einer
Schule unter angemessenen äußeren Bedingungen zu lernen. Die
Schulen haben stabile Wände und einen Fußboden aus Holz, ein
Dach aus Zinkblech, Bänke, Tafeln und Latrinen.
"Der schlechteste Kampf ist der, den man nicht
führt", sagen heute die Frauen und Männer, die eine vielfältige,
reiche Erfahrung durch die gemeinsame Arbeit gewonnen haben. Den vielen
Menschen aus unserer Region, vor allem den Kindern und Jugendlichen sowie
ihren Eltern, aber auch den vielen Freunden in Deutschland, die die finanziellen
Mittel für den Bau der beiden Schulen zur Verfügung gestellt
haben, rufen wir zu "Chube vamanade"- möge Gott euch begleiten."
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neue Schule in Bilingue |
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| Einnahmen und Ausgaben 2002 |
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Einnahmen
EUR
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Ausgaben
EUR
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| Panama-Lauf |
34.140,72
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| Spenden u. Zuwendungen (§153 StPO) |
13.777,36
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| DSE |
510,00
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| InWent |
1.500,00
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| Stadt Herdecke – Landeszuweisung |
2.247,09
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| Lions-Club Herdecke |
300,00
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| KDStV Sauerlandia Münster im CV |
400,00
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| Grußkarten-Verkauf |
4.183,47
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| Bazare FHS |
394,77
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| Kollekten St. Urban-Herdecke |
215,45
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| Kollekte St. Phil. u. Jakobus- Herdecke |
213,60
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| Dritte-Welt-Waren-Verkauf |
700,00
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| Beiträge |
213,13
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| Zinsen |
255,14
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| Sonstiges |
1.633,40
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60.684,13
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Projekte mit Cepas in Panama: Betonmischmaschine,
Zuschuss zum Kauf eines neuen Geländewagens und Reparaturkosten
des alten KIA KERES Internado Aschira: Zuschuss zu Unterhaltskosten;
Buenos Aires: Bau einer Herberge, Internado Harkort
Musikinstrumente, Toiletten u. Duschen, Batterien f. Fotovoltaikanlage;
Los Ruices: Zement für Bau von Häusern; Las Mendez,
La Pintada, El Llanón: zweijähriges landwirtschaftliches
Projekt; El Cobre: Bewässerungsprojekt)
Projekte mit Fé y Alegría in Panama:
Las Mañanitas: Bau und Einrichtung einer Kinderkrippe;
Las Garzas de Pacora: Frauenprojekt – Bau und Einrichtung
eines Ladens
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54.690.00
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| Frauen-Kooperative in Guatemala |
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1000,00
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| Druck, Papier, Kalender (gesponsert) |
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3.084,39
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| Büro, Porto, Telefon |
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2.489,58
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| Versicherung |
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118,62
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| Kontoführung SPK, Sonstiges |
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358,09
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61.740,68
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Unkosten in Höhe von 2.358.- € wurden
vom Vorstand des Vereins getragen.
Die Gesamteinnahmen des DWK Panama Ende 2002: 571.236.- €
Für rund. 2900.- € wurden im Jahr 2002 Waren aus dem
"fairen Handel" verkauft. |
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| Informationen |
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In Wäschenbeuren (BW) leben Luise und Dietmar Hamel.. Ich habe sie
im Herbst letzten Jahres auf einem Treffen ehemaliger Lehrer und Schüler
der Deutschen Schule Barranquilla (Kolum-bien) in Nürnberg kennen
gelernt. Sie in-teressierten sich für die ausgelegten In-formationen
über unsere Panama-Arbeit und Luise Hamel hat sich dann ent-schlossen,
auch an ihrer Schule für die Förderung unserer Panama-Projekte
zu werben. Am 6. Mai schrieb sie uns:
"Jedes Jahr bricht ungefähr vier Wochen vor den Osterferien
in der Stauferschule Wäschenbeuren eine ungeheure Ge-schäftigkeit
aus. Überall in den Klassen basteln Schüler, Lehrer und Eltern
für den Osterbazar. Es entstehen Holzhasen, Ostergestecke, -gebäck,
-karten, Fen-sterbilder etc. .Ein Teil der Einnahmen kommt immer einem
guten Zweck zugute. In diesem Jahr richtete die Klasse 7c im Foyer der
Schule einen Panamastand ein. Auf drei Stellwänden wurden die Besucher
über die Panamahilfe infor-miert. 150.-€ wurden auf das Panama-Konto
überwiesen. Um die Aktion am Leben zu erhalten, haben wir eine Foto-dokumentation
über Panama und die Panama-Marktstände in der Schule in-stalliert."
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Ruby Reales, eine ehemalige Schülerin
der Deutschen Schule in Barranquilla, hat auch an dem Treffen in Nürnberg
teilgenommen. Sie lebt mit ihrer Familie in Costa Rica und arbeitet
an der Deutschen Schule San José. Als sie davon erführ,
dass wir auch eine spanische Version unseres Panama-Infos ins Internet
stellen und Helfer suchen, die die Übersetzungsarbeit unseres
Mit-glieds Ana Jander aus Bochum unterstützen, hat sie
sich spontan bereit erklärt, an der Über-setzung des letzen
Infos mitzuarbeiten.
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El Puente, eine in der ganzen Bundesrepublik
bekannte Organisation im "Partnerschaftlichen Welthandel",
hat uns im Internet gefunden. Im Hinblick auf den "Weltgebetstag
der Frauen", der im kommenden Jahr Panama zum Thema hat, möchte
der Verein (indigene) Handarbeiten und Lebensmittel aus ökologischem
Anbau aus Panama importieren und diese Dinge am liebsten von Genossenschaften
beziehen. Da wir selbst keinen Handel betreiben, konnten wir El Puente
nur Kontaktadressen in Panama zur Verfügung stellen.
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Das deutsche Komitee des "Weltgebetstages
der Frauen" ist ebenfalls auf uns aufmerksam geworden und
wird in seinen Informationen auf unsere Arbeit hinweisen. Im nächsten
Jahr ist nämlich Panama das Thema des Weltgebetstages, da Panama
dann den hundertsten Geburtstag der Republik feiert.
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Im Februar wurden uns aus Anlass eines Familienfestes
wieder einmal 250.- € überwiesen. Es tut gut zu erfahren,
dass Mitmenschen beim Feiern auch an die denken, die nichts zu feiern
haben.
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Am 25. Juli findet der 12. "Panama-Lauf"
statt. sein Motto lautet:
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Hunderttausende denken:
Einer allein
kann ja doch nichts machen.
Die meisten Untaten begehen wir untätig.
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Viele Menschen in den Dörfern in Veraguas sind
unterernährt. Außerdem ist ihre Ernährung einseitig.
Es fehlt an Eiweiß. Eiweißmangel behindert den Muskelaufbau
und die Entwicklung des Gehirns bei Kindern. Man kann helfen, indem
man den Dörfern kostengünstige Möglich-keiten für
eine Hühner- und Fischzucht verschafft. Mit den Einnahmen des Panama-Laufes
von 15 beteiligten Schulen in Herdecke, Wetter und Hagen sollen
in 15 Dörfern Fischteiche ange-legt werden. Die Tilapia-Fische
wachsen sehr schnell. In der Nähe der Teiche werden einige Enten
oder ein Schwein gehalten. Ein Teil der Exkremente wird in den Teich
geleitet, die das Wachstum von Algen fördern, von denen sich die
Barsche dann ernähren.
Wenn viele Schülerinnen und Schüler aktiv am Panama-Lauf mitmachen,
das heißt, viele Spon-soren suchen und finden, können wir
die Ernährungsgrundlage in 15 Dörfern entscheidend verbessern.
Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung, hat uns folgendes Grußwort
für den Panama-Lauf zugesandt:
"Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Freunde und Förderer des "Dritte-Welt-Kreis Panama",
zum diesjährigen "12. Panama-Lauf" sende ich die besten
Grüße und Wünsche, verbunden mit einem herzlichen Dank
an den Initiator dieser Veranstaltung, den Verein "Dritte-Welt-Kreis
Panama". Ihm ist es mit dieser Aktion gelungen, wesentliche Elemente
für den Aufbau einer gerechteren und friedlichen Zukunft zu bündeln:
- An euren Schulen, in eurer Verwandtschaft und im Freundeskreis
habt ihr eine Diskussion angestoßen und wohl auch in manchen
Fällen einiges an Überzeugungsarbeit dazu leisten müssen,
warum es notwendig ist, sich auch persönlich einzusetzen für
diejenigen, denen es unvergleichlich schlechter geht als uns. Mit
eurer Teilnahme bringt ihr zum Ausdruck, dass es auf jeden Einzelnen
von uns ankommt, wie diese Welt gestaltet wird, und ihr verwirklicht
ganz konkret ein Stück Solidarität mit den Benachteiligten,
denen ihr neue, bessere Lebenschancen eröffnen helft.
- Der Erlös eurer Aktion kommt auch diesmal wieder verschiedenen
Dörfern und Gruppen in Panama zugute, denen damit die materielle
Grundlage gegeben wird, durch die Anlage von Fischteichen ihre Ernährungs-
und Einkommenssituation auf eine breitere, tragfähige Basis
zu stellen.
Aber: Die Idee, der Wille zur Veränderung
und das oftmals hohe Maß an Leistungs-bereitschaft und Beharrlichkeit
kommt von den Betroffenen selbst. Sie sind bereit und in der Lage, ihre
Chancen zu nutzen und die eigene Situation positiv zu verändern.
Dies zeigen eindrucksvoll die vielen erfolgreichen Projekte, die der
"Dritte-Welt-Kreis Panama e.V." in seinem 23jährigen
Bestehen durchgeführt hat. Eines der größeren, das den
Bau von Trinkwasserleitungen und Brücken zum Inhalt hatte, wurde
von meinem Ministerium gefördert. Nach den dabei gemachten Erfahrungen
kann ich sagen, dass die Projekte des Vereins wirklich den Bedürftigen
zugute kommen und eine echte "Hilfe zur Selbsthilfe" darstellen.
Ich möchte daher auch heute meinen Beitrag leisten und dem Panama-Kreis
versichern, dass ich auch weitere Projektvorschläge nach Möglichkeit
unterstützen werde.
Ich wünsche dem "Panama-Lauf 2003" einen großen
Erfolg, euch allen viel Spaß bei hoffentlich gutem Wetter und
einen echten Motivationsschub für euer entwicklungspolitisches
Engagement."
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| Redaktionsschluss: 23. Mai 2003 |
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Konten
des "Dritte-Welt-Kreises Panama e.V."
Stadtsparkasse Herdecke: Kto.-Nr.: 215 5455 (BLZ: 450 514 85)
Sparkasse Wetter: Kto.-Nr.: 627 9673 (BLZ: 452 514 80)
V.i.S.d.P.:
Paul K. Heer
Weg zum Poethen
51, 58313 Herdecke
"DWK
Panama e.V." im Internet: www.panama-kreis.de
Auflage
des gedruckten Panama Infos Nr. 77: 5400
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