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| Panama Info Nr. 84 November 2005 |
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![]() Eine Grundschulgruppe vor dem Abmarsch beim Panama-Lauf | ||
16 Schulen aus Herdecke, Wetter, Hagen und Dortmund haben am Panama-Lauf am 29. Juni/ 1. Juli teilgenommen. Das Wetter war freundlich, die Zahl der laufbereiten Schüler/innen sehr groß. Es waren wohl wieder weit über 2.000 Teilnehmer. Rund 22,000.00 € wurden uns im Rahmen der Aktion auf unser Konto überwiesen. Eine große Grundschule erwanderte 2.960.-€. Die Stiftung HECTOR GALLEGO hat uns die einzelnen Arbeiten bei der Anlage der Kaffeepflanzung in El Salto erläutert, die mit den Einnahmen des Panama-Laufes finanziert wurde:
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Natürlich kann man nach der Pflanzung nicht die Hände in den Schoß legen und darauf warten, dass der Kaffee zwei bis drei Jahre später geerntet werden kann. Immer wieder muss das Feld von Unkraut freigehalten, müssen die Wassergräben gesäubert, die Befestigungen nachgesehen und die Pflanzen neu gedüngt werden. | ||
| Projekt in der Region Buenos Aires | ||
Unser Projekt mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kommt planmäßig voran. Ende September erhielt unser Partner Cepas die zweite Zuwendung in Höhe von 16.588,80 €. | ||
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In 10 Dörfern: Anlage von Gemüsefeldern Die Baumaterialien (Sand, Kies, Holz) haben die campesinos, soweit möglich, aus der Umgebung ihrer Dörfer herbeigeschafft (Fluss, Buschwald). Die anderen Baumaterialien (Wasserrohre, Tanks, Zement, Stacheldraht etc) mussten in dem sehr schwierigen Gelände bis zu einer bestimmten Stelle mit kleinen Lastwagen transportiert werden, von wo sie die Familien auf dem Rücken zu ihren Dörfern getragen haben - oft mehrere Stunden lang. | ||
![]() Trinkwasserentnahme bei der im Bau befindlichen Trinkwasserversorgung in LOS GONZALEZ | ||
| Finanzierung einer Fotovoltaikanlage in Buenos Aires durch die Deutsche Botschaft in Panama | ||
Im September haben Herr Jüngel von der deutschen Botschaft in Panama, seine Frau und Frau Oster, eine Praktikantin an der Botschaft, Buenos Aires besucht. Cepas hatte die Botschaft über uns um die Finanzierung einer Fotovoltaikanlage für das "Local Dusseldorf" gebeten. Die Botschaft hat uns freundlicherweise folgenden Bericht von Frau Oster zur Verfügung gestellt:
Projektbeschreibung: Bei dem vorgeschlagenen Projekt handelt es sich um ein Versorgungszentrum in Buenos Aires de Ñurum, das ca. 80 km nördlich von Santiago/ Veraguas liegt. Der Ort Buenos Aires ist von einem Abzweig der Panamericana über eine schlechte Schotterpiste nach zweieinhalb Stunden Fahrt zu erreichen. BA ist der Hauptort des Landkreises Ngobe Buglé; umliegende Dörfer sind ab hier nur noch zu Fuß erreichbar. Dadurch hat BA die Funktion eines Zentrums, wo zumindest die zur Deckung der menschlichen Grundbedürfnisse nötigen Institutionen vorhanden sind. Aus staatlicher Finanzierung stammen immerhin die Dorfverwaltung, die Schule und das Gesundheitszentrum. Durch ein Hilfsprojekt von Adveniat konnten ein Missionszentrum und ein Schülerinternat aufgebaut werden, in dem der Padre Niscasio Miranda lebt und arbeitet. Er ist der örtliche Koordinationspartner der NGO CEPAS, die zur Realisierung weiterer Projekte maßgeblich beigetragen hat. CEPAS arbeitet eng mit dem Dritte-Welt-Kreis-Panama zusammen. Durch die finanzielle Unterstützung des Dritten- Welt- Kreises- Panama gibt es heute in Buenos Aires u.a. ein Mädcheninternat, eine Bäckerei und das Vorrats- und Aufkaufzentrum „Local Duesseldorf“. Das Vorratszentrum stellt einen kleinen Laden dar, der sowohl Lebensmittel als auch kleine Mengen an Kunsthandwerk anbietet. Die Bauern aus den entlegenen Gemeinden kommen meist zu Fuß oder zu Pferd hierher, um ihre Waren gegen andere Artikel oder Lebensmittel zu tauschen. Damit wird das Zentrum zu einer Art Versorgungszentrum des gesamten Landkreises und spielt eine enorm wichtige Rolle. Das der deutschen Botschaft zur Förderung vorgeschlagene Projekt in Buenos Aires de Ñurum ist eine Solarstrom-Anlage für dieses Versorgungszentrum. Die dadurch gewonnene Solarenergie soll dem Laden den für die Tiefkühltruhe nötigen Strom zur Verfügung stellen. Es werden 8 Solarzellen benötigt, die auf dem Dach des Hauses angebracht werden sollen. Die Tiefkühltruhe bietet dem Versorgungszentrum die Möglichkeit, frische Lebensmittel zu konservieren, vor allem ist an Hühnchenfleisch gedacht. Leiter des Projektes ist ein Vertreter der panamaischen NGO CEPAS, Luis A. Batista, der durch langjährige Zusammenarbeit mit dem Pfarrer über die nötigen Kontakte verfügt. Die anfallenden Kosten belaufen sich laut Kostenvoranschlag auf rund 7.000.- Euro. Bewertung: Das Projekt macht einen sehr sinnvollen Eindruck. Bei der Benutzung von Solarenergie handelt es sich um saubere, erneuerbare Energie, die keine weiteren anfallenden Kosten mit sich trägt und das Zentrum langfristig mit Energie versorgt. Ebenso ist die Funktion der Tiefkühltruhe sehr sinnvoll, da hiermit eine bessere Ernährungsversorgung der Bevölkerung garantiert werden kann. Das Projekt wird helfen, die minimalsten Bedürfnisse wie Ernährung der Anwohner zu vereinfachen. | ||
| Tuberkuloseausbruch bei den Ngöbe/Buglé | ||
Schon im vergangenen Jahr gab es in der Comarca Ngöbe/Buglé 103 Fälle von Tuberkulose. Im Juli wurden 250 Fälle entdeckt. Die Monate April bis August sind bei den campesinos die Zeit des Säens, in der sie die Feldfrüchte der letzten Ernte weitgehend verbraucht haben. Hunger und Unterernährung sind die Folge, aber auch stark vermehrt Durchfallerkrankungen, Infektionen der Luftwege und eben auch Tuberkulose. Um eine Tuberkulose-Epidemie zu verhindern, hat das Gesundheitsministerium, unterstützt von der Weltgesundheitsorganisation, Ärzteteams in das von extremer Armut betroffene Gebiet geschickt, da in der Comarca selbst nur sehr wenige Ärzte praktizieren. Die gesundheitliche Situation der Bevölkerung lässt sich aber nur grundsätzlich verbessern, wenn sie nicht hungern muss und mit sauberem Trinkwasser versorgt wird. Die Regierung hat ein Hilfsprogramm aufgelegt, das in den entsprechenden Regionen den Hunger und die Mangelernährung beseitigen soll. Das Programm erstreckt sich auf rund 21.000 Kinder zwischen sechs und 36 Monaten. Aber die anderen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen leiden nicht weniger als die Kleinkinder an Unterernährung und ihren Folgen. Der Dritte-Welt-Kreis Panama fördert seit seinen Anfängen Trinkwasser- und landwirtschaftliche Projekte, die allen Bevölkerungsgruppen zugute kommen. Aus der Provinz CHIRIQUÍ wurden bis Mitte September 780 Fälle von Dengué-Fieber festgestellt. Diese von Moskitos übertragene Krankheit ist sehr gefährlich und kann tödlich verlaufen. Die Moskitos verbreiten sich vor allem dort, wo Abfälle herumliegen und in stehendem Wasser. Bei den von uns finanzierten Bewässerungs- und Trinkwasserleitungen wird deshalb besonderer Wert darauf gelegt, dass keine Pfützen entstehen können. | ||
![]() Wassertanks für GUAYABITO | ||
| Kurzinformationen | ||
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Verkaufstellen für Café de Panamá: Herdecke: Wetter: Das Lehrerkollegium der Schraberg-Grundschule hat sich entschlossen, in der Schule nur noch Café de Panamá zu trinken. Ein Beispiel, das Schule machen könnte. Frau Aust von der Hauptstraße in Herdecke wird alle sechs Wochen frei Haus mit 1 ½ kg Kaffee beliefert.
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Konten des "Dritte-Welt-Kreises Panama e.V." V.i.S.d.P.: Paul K. Heer "DWK Panama e.V." im Internet: www.panama-kreis.de Auflage des gedruckten Panama Infos Nr. 84: 5.200 | ||