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| Panama Info Nr. 90 November 2007 | ||
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| Bau einer Grundschule in Alto Tólica | ||
| Der Panama-Kreis hat in der Vergangenheit drei Grundschulen in Lajillas, Bilingue und Pajonal sowie
drei Internate in Cañazas, Las Palmas und Buenos Aires gebaut.
Schon seit Jahren bestand der Plan, in Alto Tólica eine neue Grundschule für 60 Kinder zu errichten.
Vor einigen Monaten konnte endlich mit dem Bau begonnen werden.
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![]() Alte Schule in Alto Tólica | ||
Alto Tólica liegt hoch in den Bergen auf 1.200 m Höhe. Es gibt keine Straße, keine ärztliche Versorgung.
Die Kinder gehen bis zu drei Stunden zur Schule, wo sie morgens und nachmittags unterrichtet werden. Mittags bereiten die Mütter des Dorfes aus Lebensmittelspenden der Regierung ein Mittagessen in der unten abgebildeten „Küche“ vor. | ||
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| Reisebericht von Maria Bach aus Panama | ||
Am Dienstag, dem 21. August, war es dann soweit. Früh morgens um 5.45 Uhr haben meine Freundin und ich ein Taxi genommen, um pünktlich um 6.00 Uhr vom Büro von Cepas losfahren zu können. Dort wurden wir von unserem Fahrer Juan freundlich begrüßt.Kurz darauf stieß auch der Ingenieur Lorenzo Vasquez zu uns. Mit den beiden ging es also bei Sonnenaufgang in einem geländetüchtigen Toyota in Richtung Alto Tólica. Ungefähr fünf Stunden waren wir unterwegs. Nachdem wir die Landstraße verlassen hatten, ging es auf einer abenteuerlichen Schotterpiste langsam weiter. | ||
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Auf dieser Piste war der Transport der schweren Baumaterialien für den Schulbau unmöglich. Bis
Chumico konnten sie noch mit geländegängigen Fahrzeugen gebracht werden. Überaschenderweise
stellte die Regierung einen Helikopter für den Transport der schwersten Materialien bereit. Alles
andere musste auf dem Rücken oder einem Lasttier bis nach Alto Tólica gebracht werden.
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Der von der Regierung gestellte Helikopter Bell UHD 1D | ||
Nach einem einfachen, aber leckeren Abendessen gingen wir gegen neun Uhr schlafen. Da es gegen
acht Uhr dunkel wurde und es dort oben kein elektrisches Licht gibt, gab es dazu eigentlich auch keine
Alternative.
In der Nacht wurde es richtig kalt. Die Feuchtigkeit des Nebels und des Regens, der unermüdlich auf das Wellblechdach trommelte, hatte sich überall hin ausgebreitet. Und trotz unserer warmen Kleidung wurde es ziemlich ungemütlich. Hinzu kamen die ungewohnte Umgebung, die harte Holzpritsche und die Enge (eine Pritsche für zwei).
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| Privatisierung der Wasserquellen | ||
Der Mensch braucht frisches Wasser wie die Luft zum Atmen. Wenn er es kaufen muss, muss es bezahlbar sein. Angesichts hoher Investitionskosten für dringend notwendige (Ab)Wasserleitungssysteme in vielen Teilen Panamas bereitet die Regierung Gesetze für eine Privatisierung des Wassersektors vor, wie es bereits andere (Entwicklungs)Länder versucht haben. Die Folgen waren zum Teil so verheerend (nicht bezahlbare Preise für den Verbraucher), dass einige Investoren aus ihren Projekten wieder aussteigen mussten. Im Jahr 2000 kam es in Bolivien zu einem großen Konflikt und schweren Unruhen. Ein Dutzend Personen kam zu Tode. 11 Tage lang herrschte Ausnahmezustand. Die Ursache war eine über 50%ige Erhöhung des Wasserpreises durch die global agierende US-Firma Bechtel. Was in anderen Ländern nicht funktioniert hat, soll nun in Panama gesetzlich geregelt werden. Natürlich ist die Unruhe in der Öffentlichkeit groß, zumal die Regierung kaum Einzelheiten zu dem geplanten Vorhaben bekannt gibt. Sie beschränkt sich auf die Erklärung, dass die Wasservorräte des Landes nicht systematisch erfasst seien und dringender Handlungsbedarf bestehe. In der Vergangenheit hat Panama aus eigener Kraft in das Bildungswesen, in den Straßenbau, in das soziale Sicherungssystem und in den letzten 100 Jahren auch in ein umfangreiches Wassernetz in den am stärksten bevölkerten Gebieten investiert. Es wurden Wasserkraftwerke gebaut, die Häuser und Industrien sowie die Landwirtschaft mit Wasser versorgt haben. Jetzt will sich die Regierung aus ihrer Verantwortung stehlen und sie privaten Investorenübertragen, die ein Ziel haben, nämlich Gewinn zu machen, zu Lasten der Verbraucher. Der Gesetzentwurf spricht davon, dass Wasser ein soziales und wirtschaftliches Gut ist und dass die Wasservorräte der Gemeinschaft des Volkes gehören. Aber das sind leere Worte, wenn man sie in die Hände von privaten Firmen legen will und zwar für 30 Jahre, wobei eine Verlängerung der Verträge nicht ausgeschlossen ist. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts nennt man Öl das „schwarze Gold“. Ende des letzten Jahrhunderts erklärte der ehemalige Präsident der Weltbank: „Die Kriege des 21. Jahrhunderts werden wegen des Wassers geführt werden“, da die Wasserresourcen immer knapper und wertvoller werden. Sie stellen ein lukratives Gut dar, für das sich die internationalen Märkte interessieren. So spricht man schon seit Jahren vom „blauen Gold.“ Zu den großen Firmen, die außerhalb ihrer Heimatländer in die Wasserwirtschaft investieren und zu 80% diesen privaten Markt beherrschen, gehören Vitens (Holland), Rand Water (Südafrika), EVN (Östereich) sowie Canal de Isabel II und Aguas de Bilbao (Spanien). | ||
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| Café de Panama Verkaufsstellen: | ||
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| Kurzinformationen | ||
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Konten des "Dritte-Welt-Kreises Panama e.V." V.i.S.d.P.: Paul K. Heer "DWK Panama e.V." im Internet: www.panama-kreis.de Auflage des gedruckten Panama Infos Nr. 90: 5.800 | ||