Dörfliche Infrastruktur

 

Trinkwasserleitung für Subí Arriba

Bauskizze der Trinkwasserleitung

Das hoch in der Kordillere liegende Dorf Subí Arriba verfügte über kein sauberes Trinkwasser. In der Skizze ist die Quelle (Fuente) oberhalb des Dorfes angegeben, die sauber eingefasst werden muss. Von dort wird das Wasser in einen Tank (Tanque) geleitet, auf dem ein Tropfenspender zur Desinfizieruing des Wassers angebracht ist. Vom Tank aus wird per Schwerkraft das Wasser bis vor die Schule (Escuela) und die Hütten geführt.

Das Projekt kostete 4.000.-EUR (2010)

 

Schreinerei-Projekt in Cerro Redondo

Nachdem Anfang 2010 Trinkwasserleitungen für die Dörfer Subí Arriba und Alto Caña fertiggestellt wurden, konnte im Frühjahr die vom BMZ und der Georg-Kraus-Stiftung kofinanzierte Schreinerei in Cerro Redondo in Betrieb genommen werden, die sich inzwischen hervorragend entwickelt. Zunächst wurde in einigen Monaten eine Gruppe von Frauen und Männern ohne jede Erfahrung mit Maschinen von einem „weltwärts“-Freiwilligen in das Schreinerhandwerk eingewiesen und für die Produktion von Bienenkästen geschult.  Inzwischen arbeiten sie selbständig und sehr effizient. Von der Qualität her sind die Bienenkästen in Panama konkurrenzlos. Sie werden erfolgreich auf Märkten und bei Imker-Organisationen vorgestellt und verkauft. Ein Flyer informiert über das Produkt. Man hat bereits einen Export nach Costa Rica ins Auge gefasst.


Bauskizze der Schreinerei

Die Freiwilligen David Beumers und Niklas Weins leisten schwere Arbeit beim Bau der Schreinerei.
 

Arbeiten in der fertigen Schreinerei

Holzkisten, die in der Schreinerei hergestellt werden

 

Trinkwasserleitung für Filipinas

Das Dorf Filipinas verfügte über kein sauberes Trinkwasser. Die Bewohner holten ihr Trinkwasser aus Wasserlöchern und aus dem schmutzigen Fluss. Dieses Wasser machte sie krank und war immer wieder für den Tod einiger Einwohner (auch Kinder) verantwortlich.
Die neue Wasserleitung besteht aus PVC-Rohren, die von der Quelle direkt bis zum Haus führen. Dabei wird das natürliche Gefälle der Landschaft genutzt, so dass das Wasser ohne Pumpe bis zum Haus fließt.
Das Projekt wurde cofinanziert von der Deutschen Botschaft in Panama.


Plan der anzuschließenden Häuser

Arbeiter beim Verlegen der PVC-Rohre - Im Vordergrund unser Freiwilliger Simon

 

Solarkocher/-lampen für Panama


fertig montierte Solarlampe mit Photovoltaik-Modul

In vielen Dörfern in Veraguas/Panama fehlt es an Holz, um das Essen zuzubereiten. Dort, wo regelmäßig die Sonne scheint, ist ein Solarkocher genau das Richtige.
Vielerorts fehlt es in Panama auch an elektrischem Strom und deshalb an Licht, um an den langen Abenden – um 18.00 Uhr wird es dunkel – in der Wohnhütte arbeiten und lesen zu können. Die üblichen Petroleumlampen geben nur ein schlechtes Licht. Hier kann eine Solarlampe helfen. Ein Photovoltaik-Modul wird während des Tages auf dem Dach befestigt, erzeugt elektrische Energie und speichert sie in den Akkus der Leuchte. Diese Energie kann dann abends in 3-5 Stunden Licht umgesetzt werden. Die Lampe ist dreimal so hell wie eine Petroleumlampe.
Unser Verein hat in Santiago den Bau einer „Werkstatt für moderne Technologie“ finanziert. Im Oktober 2007 war ein deutscher Senior-Experte fast vier Wochen in Panama, um acht Personen (auch Frauen) in den Bau der Lampen einzuweisen. Die Bauteile wurden aus Deutschland importiert.
Da die campesinos über wenig Bargeld verfügen, können sie den Kauf der Solarkocher und Solarlampen über einen Mini-Kredit finanzieren. Der Kredit fließt dann in den neu eingerichteten Mini-Kreditfonds zurück.


Werkstatt für neue Technologien

Zusammenbau der Lampen/Photovoltaik-Module mit Solarkocher im Hintergrund

Mobile Reisschälmaschine

In unzähligen abgelegenen Dörfern Panamas müssen die Frauen – die Männer beteiligen sich an dieser Arbeit in der Regel nicht – in aller Frühe in einer hölzernen „piladora“ (ein Doppelkegel mit einer Vertiefung) ihren selbst angebauten Reis stampfen. Um die tägliche Ration von 3.5 Pfund Reis für eine fünfköpfige Familie von den Spelzen zu befreien (die campesinos essen Reis morgens, mittags und abends), benötigt eine Frau eine Stunde. Die Arbeit ist so kraftraubend, dass sie im Volksmund „calvario“ („Kalvarienberg“) genannt wird und damit an den Kreuzweg Jesu erinnert. Die Kooperative in San José (Provinz Veraguas) hat eine Reisschälmaschine, einen Dieselmotor und einen gebrauchten Jeep erhalten. Die Reisschälmaschine und der Dieselmotor werden nach einem festgelegten Plan auf dem Jeep regelmäßig in weit entfernt liegende Dörfer gebracht, wo der Reis geschält werden kann. Dabei wird die das Reiskorn umhüllende Haut, wenn die Familien damit einverstanden sind, nicht entfernt, da sie wichtige Vitamine enthält.
Straßen zu den meisten Dörfern gibt es nicht, nur schwer zu befahrende Geröllpisten.
Die Kosten in Höhe von 7.540.- EUR hat dankenswerterweise zum größten Teil die Georg-Kraus-Stiftung in Hagen getragen.
Die Kosten für das Reisschälen sind gering. Die Einnahmen reichen aber aus, um das Personal und den Diesel zu bezahlen. Außerdem werden Rücklagen für eventuell notwendige Reparaturen gebildet, so dass die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert ist.


Frauen beim Reisstampfen

neue Reisschälmaschine

Rohrzuckermühle in Virigua
Kofinanziert vom BMZ


Die neue Rohrzuckermühle kann mit der Hilfe von Pferden/Eseln betrieben werden.

Die alte Rohrzuckermühle musste mit Handkraft angetrieben werden.

Trinkwasserleitung in Los Reyes


Anschlussplan der Häuser

Bau der Trinkwasserleitung in Los Reyes - Zuleitungen zu den Häusern

Trinkwasserversorgung für LOS GONZALES

Wir haben die Bohrung, die Rohrleitung und den Dieselmotor für die Pumpe finaziert.

Trinkwasserleitung für Buenos Aires
Kofinanziert vom BMZ


Der Pfeil zeigt den Ort der Quelle und der Wassertanks.

Bau eines Kiosks für eine Frauengruppe in Las Garzas
(Randbezirk der Hauptstadt)

Gondelverbindung über den Fluss Río Cobre in Buenos Aires

Es wird keine elektrische Energie benötigt, die vor Ort auch nicht vorhanden ist. Eine Brücke wäre um ein Mehrfaches teurer geworden.


eine der ersten Zeichnungen der Gondelbahn

Erste Arbeiten an der Gondelbahn
   

Die ersten Pfeiler der Gondelbahn stehen.

Inbetriebnahme der Gondelbahn (Feb. 2006)
   

Sogar die Schulkinder können allein den Fluss überqueren

Gondelbahn über den Río Cobre in El Pilón

Bau einer neuen Bäckerei in Buenos Aires


alte Bäckerei

alter Backofen

neue Bäckerei "Santa Monica" (links)
Raum zur Herstellung natürlicher Medizin (rechts)

neue Bäckerei "Santa Monica"

Nebenraum der Bäckrei
Herstellung natürlicher Medizin
P. Niscasio Miranda und Mitarbeiter/innen

Bau einer Nähstube im Mädchen-Internat von Buenos Aires
Kofinanziert vom BMZ

Im Jahr 2000 hat unser Verein den Bau des Internat für Mädchen "Friedrich Harkort" finanziert. Es waren die Mütter, die sich zunächst für ein Mädchen- und nicht ein Jungeninternat eingesetzt hatten, da sie ihren Töchtern u.a. eine viel zu frühe Heirat ersparen wollten wie es in den indigenen Familien üblich ist. In dem Schülerinnenheim wohnen 21 Mädchen.
Die Mädchen möchten neben ihren Verpflichtungen gegenüber der Schule und dem Internat intensiv nähen lernen. Zur Zeit ist dies nur im Essraum bzw. auf den Gängen möglich. Im Augenblick verfügen sie über eine Nähmaschine.
Die geplante Nähstube kann an das bestehende Internat angebaut werden. Die Schüler/innen und ihre Eltern werden den benötigten Sand und Kies aus dem Fluss Río Cobre herbeischaffen. Die Pfarrei wird die Verpflegung der am Bau Beteiligten zur Verfügung stellen. Eine in Buenos Aires ansässige Gruppe von Nonnen wird die Mädchen im Nähen kostenlos unterrichten. Die Mütter verfügen nur über rudimentäre Nähkenntnisse und haben nie an einer (mechanischen) Maschine nähen gelernt. Deshalb sollen durch die Nonnen in der unterrichtsfreien Zeit kostenlose Nähkurse für Frauen organisiert werden. Die mit den Maschinen hergestellte Kleidung erleichtert die Näharbeit, schont das geringe Familieneinkommen bzw. macht es entbehrlich, bei karitativen Organisationen um Kleidung zu betteln. Auf längere Sicht stellt sie auch eine Einkommensquelle dar.

Anlage eines Gartens für Heilpflanzen in El Bale

Bau einer Herberge in Buenos Aires

Die oft von weit her nach Buenos Aires kommenden Menschen können nicht am selben Tag in ihre Dörfer zurückkehren. Einige finden bei Verwandten Unterkunft, aber viele schlafen unter Büschen und Bäumen. Hier soll Abhilfe geschaffen werden. Sie kann auch den Eltern der Schüler/innen und Teilnehmern an verschiedenen Kursen als Unterkunft dienen sowie den Eltern, die periodisch Arbeit in den Internaten beziehungsweise seinen landwirtschaftlichen Projekten ableisten müssen. Nur so sind nämlich die Internate lebensfähig. Die Eltern können nur einen ganz geringen Geldbetrag für Unterkunft und Verpflegung ihrer Kinder bezahlen. In den Internaten gibt es keine bezahlten Angestellten.

Herberge in der Region Guabal/Santa Fé


alte Herberge

Auf dem Foto sehen Sie die Hütte, die z. Zt. als Unterkunft dient. Guabal liegt in einer regenreichen, bewaldeten Zone im Norden der Provinz Veraguas. Täglich sind etwa 50 Personen, einschließlich Kleinkinder, auf dem Weg von ihren Dörfern zu Gesundheitsstationen, weiterführenden Schulen und nach Santa Fé, um dort einige wichtige Dinge zu kaufen, die sie zum Leben benötigen (Salz, Kerosin, Werkzeuge u.a.). Es sind auch Menschen auf der Suche nach Arbeit auf den Zuckerrohrplantagen und anderen Orten unterwegs.
Wegen der großen Entfernungen müssen die Menschen auch bei schlechtestem Wetter an den Ufern der Flüsse oder unter Bäumen übernachten, dem Regen und gefährlichen Tieren ausgesetzt. Wenn sie Glück haben, kommen sie abends auf ihrem Weg bis zu einer kleinen Strohhütte, die aber in einem miserablen Zustand ist, ungesund und unsicher.
Die Menschen sind von sieben Stunden bis zu vier Tagen unterwegs. Die, die am meisten unter dieser beschwerlichen "Reise" leiden, sind die Kinder, die Alten, die Kranken und schwangere Frauen. Auf ihrem Fußweg rasten sie oft dort, wo sie ihre Kräfte verlassen oder die Nacht hereinbricht.
Die neue Herberge soll etwa 20 erwachsene Personen aufnehmen. Sie soll den Menschen eine saubere und trockene Unterkunft für die Nacht bieten, bei der sie gutes Trinkwasser, Latrinen, Waschmöglichkeiten und eine Küche finden, in der sie bei ihrer Ankunft und vor ihrem Weggang eine Mahlzeit vorbereiten können.
Die Herberge wird aus einer einfachen Holzkonstruktion mit einem Wellblechdach bestehen und soll vier Übernachtungsräume haben.
Die Benutzer der Herberge sollen pro Person und Nacht etwa 50 Pfennig bezahlen, die zum Unterhalt der Herberge verwendet werden sollen. Der Aufenthalt ist auf eine Nacht begrenzt. Schwangere, Alte und Kinder haben vor allen anderen ein Recht auf Übernachtung. Betrunkene werden nicht aufgenommen.
Die Aufsicht über die Herberge übernimmt ein Mann, der sich seit vielen Jahren um die bisherige Hütte gekümmert hat und in der Nähe wohnt.
CEPAS, das Sozialzentrum der Diözese Veraguas, garantiert, dass die Herberge in einem guten Zustand bleibt und für den vorgesehenen Zweck verwendet wird. Cepas wird einen Techniker mit Durchführung der Arbeiten beauftragen, die Baumaterialien kaufen und nach Guabal transportieren. Die von der Herberge profitierenden Menschen werden alle Handlangerdienste kostenlos übernehmen.
Die kath. Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus in Herdecke hat für "ihr" Projekt (Gesamtkosten: 3.500.- EUR) im letzten Jahr bereits 670.- EUR zur Verfügung gestellt.


Die Herberge während des Baus

Bilder der neuen Herberge

Gesundheitsvorsorge: 20 Latrinen für Espavecito


Bauskizze der Toiletten

11 Latrinen für Playita

Trinkwasserversorgung für 5 Dörfer im bugle-Reservat
in der Provinz Bocas del Toro

Kofinanziert von der Bundesregierung


Wassertank

Trinkwasseranschluss eines Hauses
(Der Anschluss befindet sich außerhalb des Hauses)
   

Eric von Cepas unterhält sich mit den Bugle

Sonstiges


Ing. Lorenzo Vasquez von Cepas mit
dem Theodoliten, der von der
Landesregierung Hessen gestiftet wurde.


Wassertank bei El Caimito
   

Produktion von Fliesenzement bei "El Bale"

Bau der Brücken "Hagen" und "Wetter"


Brücke Hagen über
die "Quebrada La Llanita"

Brücke Wetter über den Río Ortiga
   

Männer, Frauen und Kinder schleppen
Sand von weit her zur Baustelle.

Hängebrücke in
S. MIGUEL (COCLÉ)